„Was uns die Kunstgeschichte nach ihrem Teil vom historischen Lebensinhalt unseres Volkes zu sagen hat, sagt sie zumeist durch die Denkmäler. Von ihnen geht die Betrachtung aus, zu ihnen kehrt sie zurück.“ (…)

So beginnt Georg Dehio sein Vorwort zum ersten Band des Handbuchs der Deutschen Kunstdenkmäler, um nachfolgend den vorgelegten Band als ein „beschreibendes Verzeichnis, geordnet nach der örtlichen Verteilung“ näher vorzustellen. Als bedeutsam für sein Konzept stellt Dehio die notwendige Unterscheidung von den seit einigen Jahrzehnten erarbeiteten umfangreichen Denkmaltopographien und ihrer vollständigen Dokumentation des jeweiligen Denkmalbestandes heraus. Der „Dehio“ soll sich in den Augen seines Erfinders nur den Kunstdenkmalen widmen und dabei eine strenge Auswahl nicht scheuen. Das Handbuch „berücksichtigt das ganze deutsche Kunstgebiet gleichmäßig; es drängt den Stoff in knappste Form zusammen; es will ein Nachschlagewerk für die Arbeit am Schreibtisch und zugleich ein bequemes Reisebuch sein, durch billigen Preis jedermann zugänglich. Diesen leitenden Gesichtspunkten wurden alle anderen, mögen sie auch an sich vielleicht sehr berechtigt sein, untergeordnet.“

In der Nachfolge von Georg Dehio und seinem Schüler Ernst Gall bei der Bearbeitung des Handbuchs der Deutschen Kunstdenkmäler wurde im Jahr 1941 die „Vereinigung zur Herausgabe des Dehio-Handbuchs“ gegründet. Als Gall die Bearbeitung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr sicherstellen konnte, erneuerte sich diese Vereinigung, kurz „Dehio-Vereinigung“, im Juli 1958 in Berlin, um als gemeinnütziger Verein das Handbuch fortzuführen und herauszugeben.

Seit 1976 trägt die Vereinigung den Namen „Dehio-Vereinigung. Wissenschaftliche Vereinigung zur Fortführung des kunsttopographischen Werkes von Georg Dehio„. Die Bände werden beim Deutschen Kunstverlag, Berlin verlegt.

Die Dehio-Vereinigung setzt sich aus Fachleuten zusammen, die an den deutschen und österreichischen Denkmalämtern mit der Inventarisation betraut sind oder waren, aus Hochschullehrern und Landeskonservatoren. Weiterhin sind das Herderinstitut und die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte assoziierte Mitglieder.

Die Dehio-Vereinigung trägt die wissenschaftliche Gesamtverantwortung für das Dehio-Handbuch. Ihre Mitglieder stellen die jeweiligen Redaktionsausschüsse, von denen die in Bearbeitung befindlichen Bände betreut werden.

Die Dehio Vereinigung ist ein beim Registergericht Berlin eingetragener, gemeinnütziger Verein. Ihr Sitz ist beim Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Schloß Biebrich, Rheingaustr. 140, 65203 Wiesbaden.

Er besteht aus gegenwärtig 24 Mitgliedern. Vorsitzender ist Prof. Dr. Gerd Weiß, vormals Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, Zweiter Vorsitzender ist Prof. Dr. Georg Skalecki, Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege in Bremen, sowie stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland. Schriftführer ist Lt. RD. aD. Jan Viebrock.